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Zur Disziplin

Zur Disziplin

Disziplin läßt sich auffassen als Sammlung der eigenen Strebungen und Regungen und Ausrichtung derselben auf das, was gerade wirklich ansteht. Mit Diszipin überwinden wir im allgemeinen so innere und äußerer Hürden und fühlen uns nach Überwindung derselben durch eben Diszipin als Herr im eigenen Haus und als selbstwirksam; so verstärkt Disziplin sich selbst, was heißt, dass sie uns in der Umsetzung nach und nach leichter wird. – So verstanden ist Disziplin durchaus eine Tugend und auch eine sinnvolle Strategie, uns nämlich am eigenen Schopf zu packen und uns selbst aus was auch immer einfach herauszuziehen. Disziplin in uns gerade heute hervorzukramen oder gar zum Glänzen zu bringen, macht in unserer coronadurchwirbelten Zeit und in unserem coronaveränderten individuellen Alltag Sinn und kann uns, bedacht eingesetzt, stützen. Sie hilft uns etwa, uns innerlich immer wieder darauf auszurichten, eine positve Haltung einzunehmen; sie hilft uns etwa auch neue – gegenwärtig für uns notwendige – Routinen zu pflegen. Disziplin schließt ein Sich-Hängenlassen aus und forciert ein Vorwärtsschauen und Vorwärtsgehen. Sie ist nichts, was was wir einfach abtun sollten; sie meint es eher gut mit uns, wenn wir ihr die Härte, die wir ihr oft zuschieben, abnehmen, sie statt dessen freundlich begrüßen oder ihr gar ein Lächeln schenken.

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