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Weichen Stellen

Weichen stellen

Immer wieder klopft die Möglichkeit oder die Notwendigkeit in unserem Leben an, dass wir uns die Frage stellen oder stellen müssen, was für uns wirklich sinnstiftend ist für unser Erdendasein. Weitermachen wie bisher? Schal oder unmöglich geworden? Also etwas verändern, am besten uns selbst, aber wie und wohin? Innehalten und lauschen, wonach es uns ruft und dabei geduldig bleiben. Biographische Knotenpunkte im Gepäck entdröseln, leichteres Gepäck also für die Zukunft schnüren und hoffnungsvoll nach vorne gucken, denn der Weg geht nach vorn. Das ist das eine. Nachdem unsere Lebenszeit endlich ist, woraus sich ja die Sinnhaftigkeitsfrage gebiert, lohnt es sich auch, vom Lebensendpunkt die Frage zu reflektieren. Das ist das andere. – Das Buch von Bronnie Ware „5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“ bietet hier ein Füllhorn an drängender Dichte. Genannt wird folgendes: 1. Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben. 2. Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet. 3. Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, meine Gefühle auszudrücken. 4. Ich wünschte, ich hätte den Kontakt zu Freunden aufrechterhalten. 5. Ich wünschte, ich hätte mir erlaubt, glücklicher zu sein. Nehmen wir also das eine und das andere zusammen, heißt das: Wenn wir bei unserem Bedürfnis nach Sinnhaftigkeit die ganz  individuelle Farbe unserer Persönlichkeit berücksichtigen und die erwähnten 5 Erfahrungen nehmen, indem wir daraus für uns lernen, könnten wir uns leichter tun, die neue, für uns nun gemäße Spur zu setzen.

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