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Überströmen – Nicht Ausströmen

Überströmen – nicht ausströmen

Das folgende Gedicht von Bernhard von Chairvaux (geboren 1090 und gestorben 1153), welches  entnommen ist aus dem Lehrerhandbuch Mindful Self-Compassion, S.289, mag sich auch als unangestrengte und weise Mahnung lesen lassen, einen eigentlich ganz natürlichen Sachverhalt doch und wirklich zu beherzigen:

Schale der Liebe

Wenn Du vernünftig bist, erweise dich als Schale und nicht als Kanal, der fast gleichzeitg empfängt und weitergibt, während jene wartet, bis sie gefüllt ist.

Auf diese Weise gibt sie das, was bei ihr überfließt, ohne eigenen Schaden weiter. Lerne auch du, nur aus der Fülle auszugießen und habe nicht den Wunsch, freigiebiger zu sein als Gott.

Die Schale ahmt die Quelle nach. Erst wenn sie mit Waser gesättigt ist, strömt sie zum Fluss, wird sie zum See. Du tue das Gleiche! Zuerst anfüllen, und dann ausgießen.

Die gütige Liebe ist gewohnt überzuströmen, nicht auszuströmen. Ich möchte nicht reich werden, wenn du dabei leer wirst. Wenn du nämlich mit dir selber schlecht umgehst, wem bist du dann gut? Wenn du kannst, hilf mir aus deiner Fülle, wenn nicht, schone dich.

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