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Kurz Vorgestellt: Buchhandlung Lehmkuhl

Kurz vorgestellt: Buchhandlung Lehmkuhl

Bücherfreunde, Leseratten oder Buchgeschenksuchende sind bei Lehmkuhl, der Münchener Buchhandlung in der Leopoldstrasse im Herzen Schwabings, mit bestem Ruf über Schwabing hinaus, sofort und umfassend wohl aufgehoben. 1903 gegründet, in den 20-ger Jahren auch Vorträge zu Literatur, Philosophie und Kunstgeschichte, seit den 60-ger Jahren regelmäßige Autorenvorlesungen sind Kerndaten des Hauses. Die Mitgliedschaft im Verein Buy Local, der Initiative des unabhängigen Einzelhandels mit dem Credo „Regional kaufen – auch online – heißt bewusst handeln“ gesellt sich dazu sowie die Gründungsmitgliedschaft der sog. 5 plus, dem freien Zusammenschluss von acht unabhängigen Buchhandlungen in Deutschland und in Österreich, die ihre Hauptaufgabe in der Vermittlung von Literatur definieren. Lehmkuhl  auf den Punkt gebracht liest sich wie folgt: „Wir halten fest an dem, was der Beruf des Buchhändlers ausmacht – die Lektüre, die Empfehlung des Gelesenen, der Dialog mit dem Kunden. In einer Atmosphäre, die Ihnen, dem Buch und uns angemessen ist“. – Dieses traditionsreiche Engagement macht Lust, Michael Lemling, dem Geschäftsführer der Buchhandlung Lehmkuhl, ein paar Fragen zu stellen:

Was ist Ihr Traum von Glück für den Buchhandel?

Michael Lemling: Ein Buch, das jeder lesen will; eine Lesung mit einem Autor, den alle hören möchten; ein Fest mit unserem Publikum, ein spektakulärer Fund im Nachlass von Ingeborg Bachmann und ein neuer Roman von Paul Auster.

Welche 3 Bücher nähmen Sie mit auf die berühmte einsame Insel?

Michael Lemling: Natürlich drei Bücher aus der Kategorie „ Das wollte ich immer schon lesen, habe es aber bislang nicht geschafft“, als da wären: Die Jahrestage von Uwe Johnson, Die Ästhetik des Widerstands von Peter Weiss und Ulysses von James Joyce.

Ihre Haltung zum abgewandelten Satz: Das Buch ist tot, es lebe das Buch?

Michael Lemling: Das Buch hat viele Konkurrenten bekommen, die es derzeit etwas in den Schatten stellen. Gegen all die schnellen digitalen Ablenkungen und Zeitvertreibe birgt es aber das zeitlose Versprechen nach Entschleunigung und Kontemplation, nach Wissen und Horizonterweiterung. Deshalb ist mir nicht bang ums Buch.

Was ist Ihr Schlusswort?

Michael Lemling: Mein liebster Spruch: Lesen gefährdet die Dummheit.

Lieber Herr Lemling, ich danke Ihnen für das Interview.

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