Überspringen zu Hauptinhalt
Das Kleine ABC Des Geniessens

Das kleine ABC des Geniessens

Wahrhaftig geniessen ist im Grunde nichts besonderes. Es gehört nur wieder hervorgekramt, weil oft der temporeiche Alltag mit Aufgaben, Pflichten, Gewohnheiten darüberliegt, also unsere Fähigkeit zu geniessen, verkümmern lässt oder verschüttet hat. Wahrhaftig geniessen ist unmittelbares Erleben mit unseren Sinnen, die da Sehen, Hören, Schmecken, Riechen und Tasten sind. Geniessen wendet so den ganzen Menschen auf etwas Unmittelbares, auf etwas unmittelbar Positives jetzt in seinem Leben. Es erhöht damit die Lebensfreude. Nicht umsonst gehört das sog. Genusstraining, das seine Wurzeln in der Verhaltenstherapie hat, vielerorten in Kliniken mit zum Standard der Rückgewinnung gesunden Menschseins. – Geniessen fällt mit der Entscheidung, es ab sofort tun zu wollen, noch nicht vom Himmel. Zur Rückeroberung dieser Fähigkeit sind, verschiedenen Autoren folgend,  diese 7 Punkte hilfreich zu beachten:

1. Genuss braucht Zeit. 2. Genuss muss erlaubt sein. 3. Genuss geht nicht nebenher.

4. Wissen, was einem guttut. 5. Weniger ist mehr. 6. Ohne Erfahrung kein Genuss.

Und: 7. Genuss ist alltäglich.

Das heißt in einem Beispiel ausgedrückt: Auf einem Spaziergang bleibe ich 3 Minuten stehen (1) und gestatte mir in dieser Zeit, den Vogelstimmen (2) zuzuhören und dieses ausschließlich und dabei das Handy wirklich in der Tasche zu lassen (3). Ich tue das, weil es mich entspannt und belebt, wenn ich den Vogelstimmen zuhöre (4), aber nur, wenn ich mich mit der gewählten Zeit dafür nicht überfordere, sonst strengt es mich an (5), denn das habe ich schon ausprobiert (6). Und: Mein Alltag bietet viele solche Möglichkeiten, das Leben zu geniessen; ich muss mich nur aufmachen, sie zu entdecken (7). – Weiterführend sei Beate Handlers Buch „Mit allen Sinnen leben“ erwähnt.

An den Anfang scrollen